Definition
Absatzkanalüberladung (Channel Stuffing) bezeichnet die gezielte Überbelieferung von Vertriebspartnern, um kurzfristig Umsätze oder Kennzahlen künstlich zu erhöhen.
Kontext
Channel Stuffing tritt typischerweise im Zusammenhang mit Bilanzbetrug und Umsatzmanipulation auf und steht in engem Zusammenhang mit Red Flags in der Finanzberichterstattung. Es wird häufig durch Druck auf Vertriebseinheiten oder unzureichende Interne Kontrollen begünstigt.
Bedeutung
Die Praxis führt zu einer verzerrten Darstellung der Geschäftsentwicklung und verlagert Absatz- und Bestandsrisiken auf Vertriebspartner.
Beispiel
Zwangsabnahme zum Quartalsende.
Quellen
Zitierempfehlung
wirtschaftsforensik.ch Redaktion: "Absatzkanalüberladung", in: Glossar, wirtschaftsforensik.ch, https://wirtschaftsforensik.ch/glossar/channel-stuffing/, abgerufen am 18.04.2026.
