Definition
Häufigkeit von Ausnahmen (Override Frequency) bezeichnet die Anzahl von Übersteuerungen oder Umgehungen definierter Interner Kontrollen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Kontext
Die Häufigkeit von Ausnahmen ist eine wichtige Kennzahl im Fraud Risk Management und Teil von Betrugskennzahlen (Fraud KPI). Sie wird insbesondere in prozesskritischen Bereichen wie Zahlungsfreigaben, Beschaffung oder Berechtigungsmanagement analysiert, um Schwächen in Internen Kontrollen oder ungewöhnliche Verhaltensmuster zu identifizieren.
Bedeutung
Eine hohe Häufigkeit von Ausnahmen kann auf Missbrauch, ineffektive Prozesse oder systematische Umgehung von Kontrollen hinweisen und stellt daher ein wesentliches Red Flag dar.
Beispiel
Zahlungsfreigaben außerhalb Standardprozess.
Quellen
Zitierempfehlung
wirtschaftsforensik.ch Redaktion: "Häufigkeit von Ausnahmen", in: Glossar, wirtschaftsforensik.ch, https://wirtschaftsforensik.ch/glossar/override-frequency/, abgerufen am 18.04.2026.
